Eine Reise fürs Leben…

Di., 4. Mai kinoki mikrokino #250
19:00 depot online: click zoom link

Der zapatistische Aufstand hat 1994, zu einem Zeitpunkt, als die Berliner Mauer längst gefallen und der Kapitalismus für alternativlos erklärt worden war, im linken Weltverständnis wie ein Komet eingeschlagen. Auf einmal blitzte wieder so etwas wie eine revolutionäre Hoffnung auf, von Ideen entzündet, die Maskierte mit Holzgewehren auf originelle, kluge und literarische Weise in die gerade erst erwachenden elektronischen Medien einspeisten.

Don Durito de la Lacandona

Mi., 7.4. ab 19:00 kinoki mikrokino im depot: online

Lisl Ponger im Gespräch mit Tom Waibel über die Zapatistas und die Kunst der Dekolonialisierung

„Für die von oben setzt sich der Kalender aus der Vergangenheit zusammen“, sagt Don Durito in Lisl Pongers The Master Narrative… und fügt hinzu: Für die von unten ist der Kalender etwas, das noch kommt.“

Dezentrale Wissenswerkstatt

oder: »…die Notwendigkeit der Wissenschaft für den Kampf«*

Im Sommer 2021 wird eine Delegation von Zapatistas aus dem Südosten Mexikos zu einer Weltreise aufbrechen und zunächst Europa besuchen. »Ganz einfach deshalb,« sagen sie, »weil diese Welt nur möglich ist, wenn wir Alle gemeinsam kämpfen, um sie zu schaffen.« In ihrer Erklärung für das Leben machten die Aufständischen klar, worum es gehen soll: »Wir haben vereinbart Treffen, Gespräche, Austausch von Ideen, Erfahrungen, Analysen und Einschätzungen durchzuführen – zwischen uns, die wir uns von verschiedenen Vorstellungen und aus unterschiedlichen Territorien – für das Leben einsetzen.«