Was wir wissen (2)

Der Blick und die Distanz

Am 10 Oktober beginnt der SubGaleano (die zapatistische Wiederauferstehung des verstorben SubMarcos) mit einer ganzen Reihe von Überlegungen im Hinblick auf mögliche Beweggründe und Möglichkeiten der künftigen Weltreise:

–  „Wenn Sie in jeden Winkel dieses sterbenden Planeten gehen könnten, was würden Sie tun? Nun gut, wir wissen es nicht. Jedoch wir – zapatische Frauen, Männer, AnderE – würden gehen, um zu lernen. Ja klar, auch um zu tanzen; aber ich glaube, eine Sache schließt nicht die andere aus.“


–  „Wenn es diese Gelegenheit, diese Möglichkeit gäbe, wären wir bereit, alles zu riskieren. Alles. Nicht nur unser individuelles Leben, sondern auch unser kollektives Leben. Und falls diese Möglichkeit nicht bestünde, würden wir dafür kämpfen: Das zu konstruieren – als ob es sich um ein Schiff handelt. Ja, ich weiß, es ist eine Verrücktheit. Etwas Undenkbares.“

–  „Oder sollten wir besser in die verschiedenen Europas einfallen – und unter dem Ruf: »Ergebt Euch, Bleich-Gesichter!« – den Parthenon, den Louvre und den Prado zerstören; und statt der (ausgestellten) Skulpturen und Gemälde, diese mit zapatistischem Stick-Werk anfüllen – insbesondere den zapatistischen Mund-Nasen-Schutz, der – nebenbei gesagt – sehr effektiv und hübsch ist?“

– „Jetzt sagen Sie mal: Glauben Sie, der Alptraum derer von Oben bestünde darin, dass sie gezwungen werden, um Vergebung zu bitten? Besteht deren Traum von schrecklichen Dingen nicht darin, zu verschwinden, unwichtig und unbeachtet zu sein, nichts zu sein, dass ihre Welt zusammenstürzt, ohne irgendeinen Lärm zu verursachen, keiner sich ihrer erinnert, ihnen Statuen und Museen errichtet, Lobgesänge und Gedenktage abhält? Wird es nicht so sein, dass diese mögliche Realität ihnen Panik verursacht?“

Und er schließt seine Überlegungen vorläufig damit ab:
„Salud! – Und dass wir nicht vergessen: Verzeihung und Gerechtigkeit sind nicht dasselbe.“ „Aus den Bergen der Alpen – noch zweifelnd, wo als erstes einzufallen ist:
Deutschland, Österreich, Schweiz, Frankreich, Italien, Slowenien, Monaco, Liechtenstein? Na nö, das ist ein Scherz. Oder?“

Das alles und eine haarsträubende Geschichte über den zapatistischen Versuch ein Schiff zur Überfahr nach Europa zu bauen, lässt sich hier
nachlesen:
http://enlacezapatista.ezln.org.mx/2020/10/12/funfter-teil-der-blick-und-die-distanz-zur-tur/

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