Was wir wissen (3)

Erinnerung an das, was kommen wird

Am 18. Oktober nimmt der SubGaleano seine Überlegungen zur kommenden Weltreise wieder auf und lässt aus dem Mund des Alten Antonio die Mutter Erde sprechen:

»Die Einen gehen jetzt los, um den Invasoren zu verspotten. Die Anderen rufen die Geschwister herbei. Dass Euch nicht die Gewässer schrecken mögen, noch Kälte oder Hitze entmutigen. Eröffnet Wege, wo es bisher keine gab. Überwindet Flüsse und Meere. Überquert die Gebirge. Fliegt mit Regen und Wolken. Seid Nacht. Seid Tag. Von der Morgendämmerung geht aus und alarmiert Alle. Denn ich habe viele Namen und viele Farben, aber einig ist mein Herz und mein Tod wäre der Tod von allem.«


Don Durito de la Lacandona variiert einige Überlegungen von 1995:
»Es ist nicht notwendig, die Welt zu erobern; es reicht, sie erneut zu
schaffen. Nun gut. Wisst jedoch: Für die Liebe bedeutet ein Bett nur ein Vorwand; für den Tanz stellt eine Liedstrophe lediglich ein schmückendes Beiwerk dar; für das Kämpfen bedeutet Nationalität bloß ein Unfall der Umstände.«

In der anschließenden Fortsetzung der (haarsträubenden) Geschichte des zapatistischen Schiffsbaus  kommt es u.a. zu diesen Wortwechseln:
Jacobo: »Und weißt du, wieviele reisen werden?«
Der Sup: »Das Europa von unten hat noch nicht geantwortet, wieviele es empfangen kann…
Sie: Wir Frauen werden jedoch nicht per Schiff reisen sondern im Flugzeug, damit wir uns nicht übergeben müssen.
Der Sup: »Und wer hat Euch gesagt, dass Ihr im Flugzeug reist?«
Sie: »Na, wir Frauen.« …
Sie: Im Moment werden 111 Compañeras auf die Liste notiert, aber ich glaube, es fehlen noch die Fußball-Equipen der Milizionärinnen…
Somit – falls nur 111 Frauen reisen – macht das zusammen 55.500 Peso

Diese und (wie immer) noch viel mehr Überlegungen finden sich hier:
http://enlacezapatista.ezln.org.mx/2020/10/21/vierter-teil-erinnerung-an-das-was-kommen-wird/

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