Zapalotta ist …

die Web-Plattform der Gruppierungen, Initiativen, Kollektive und Personen zur Unterstützung des Österreich-Besuchs der Zapatistischen Organisation.

Uns geht es darum, Treffen, Gespräche, Austausch von Ideen, Erfahrungen, Analysen und Einschätzungen durchzuführen – Zwischen uns allen, die wir mit verschiedenen Vorstellungen und aus verschiedenen Territorien für das Leben kämpfen. Wir sind höchst unterschiedlich und mitunter auch gegensätzlich – aber wir haben uns über einige grundsätzliche Positionen verständigt.

Wir sind uns darüber einig, dass wir uns die Schmerzen der Erde zu eigen machen: die Gewalt gegen Frauen; die Verfolgung und Verachtung der in ihrer affektiven, emotionalen, sexuellen Identität Differenten; die Vernichtung der Kindheit; der Genozid an den indigenen Bevölkerungen; der Rassismus; der Militarismus; die Ausbeutung; die Zerstörung der Natur.

Außerdem vereinigt uns: Das Verständnis, dass ein ein System für diese Schmerzen verantwortlich ist. Der Vollstrecker ist ein ausbeuterisches, patriarchales, pyramidenförmiges, rassistisches, räuberisches und kriminelles System: der Kapitalismus.

Das Wissen, dass es nicht möglich ist, dieses System zu reformieren, zu erziehen, abzumildern, zurechtzufeilen, zu zähmen, oder zu humanisieren.

Die Verpflichtung überall und jederzeit – jede/r auf ihrem/seinem Gebiet – gegen dieses System zu kämpfen – bis es vollständig zerstört ist. Das Überleben der Menschheit hängt von der Zerstörung des Kapitalismus ab. Wir ergeben uns nicht, wir verkaufen uns nicht – und wir geben nicht nach.

Die Gewissheit, dass der Kampf für die Menschheit weltweit ist. So wie die laufende Zerstörung keinerlei Grenzen, Nationalitäten, Fahnen, Sprachen, Kulturen, Ethnien anerkennt, so ist der Kampf für die Menschheit überall und jederzeit.

Die Überzeugung, dass es viele Welten sind, die auf dieser Welt leben und kämpfen. Und  jeder Anspruch auf Homogenität und Hegemonie verstößt gegen die Essenz der menschlichen Wesen: ihre Freiheit. Die Gleichheit der Menschheit liegt im Respekt vor der Differenz. In ihrer Diversität liegt ihre Ähnlichkeit.

Die Erkenntnis, dass es nicht die Anmaßung ist, unseren Blick, unsere Schritte, unsere Verbündeten, Wege oder Ziele aufzuzwingen, die es uns möglich macht voran zu kommen, sondern das Hören und Sehen der/des Anderen, das – verschieden und unterschiedlich – dieselbe Bestimmung zu Freiheit und Gerechtigkeit hat.


kinoki [ZVR229399719]