Gestern: Theorie und Praxis

Aus dem Notizheft von Gato-Perro, Katze-Hund:

Eine Vollversammlung, eine Asamblea in einem Dorf in den Bergen des Südosten Mexikos. Es muss so im Juli, August des vergangenen Jahres gewesen sein, damals als die Corona-Pandemie sich des gesamten Planeten bemächtigte. Es ist nicht irgendeine Versammlung, die da stattfindet. Nicht nur wegen der Verrücktheit, die sie zusammenruft, sondern auch wegen den Abständen zwischen Stuhl und Stuhl und weil die Farben der Mund-Nasen-Masken den transparenten jedoch beschlagenen Gesichtsschutz durchdringen.

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Die Route von Ixchel

April 2021. Der Berg wird losgehen.

Aus einem der Häuser von Ixchel (1), der Mutter der Liebe und der Fruchtbarkeit, der Großmutter der Pflanzen und der Tiere, junge Mutter und alte Mutter, die Wut, in die sich der Schmerz der Erde verwandelt, wenn sie verwundet und befleckt ist, wird der Berg losgehen.

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Und Inzwischen…

… in der Selva Lacandona

(Terci@s Compas)

Visuelle Fragmente des Abschieds der zapatistischen Delegation in einigen zapatistischen indigenen Gemeinden, an den Ufern der Flüsse Jataté, Tzaconejá und Colorado, in den Bergen des mexikanischen Südostens, Chiapas, Mexiko, Amerika, Lateinamerika, Planet Erde.

Alle Videos und Bilder auf Enlace Zapatista

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Eine Reise fürs Leben…

Di., 4. Mai kinoki mikrokino #250
19:00 depot online: click zoom link

Der zapatistische Aufstand hat 1994, zu einem Zeitpunkt, als die Berliner Mauer längst gefallen und der Kapitalismus für alternativlos erklärt worden war, im linken Weltverständnis wie ein Komet eingeschlagen. Auf einmal blitzte wieder so etwas wie eine revolutionäre Hoffnung auf, von Ideen entzündet, die Maskierte mit Holzgewehren auf originelle, kluge und literarische Weise in die gerade erst erwachenden elektronischen Medien einspeisten.

Geschwader 421

Die zapatistische maritime Delegation

April 2021.

Kalender? Eine Morgendämmerung im vierten Monat. Geographie? Die Berge des mexikanischen Südostens. Eine plötzliche Stille wird den Grillen, dem verstreuten und entfernten Gebell der Hunde, dem Echo der Marimbaklänge auferlegt. Hier, in den Eingeweiden der Hügel ein Gemurmel, mehr als ein Schnarchen. Wenn wir nicht da wären wo wir sind, könnte man meinen, es handelt sich um das Rauschen des offenen Meeres. Nicht die Wellen, die an der Küste brechen, am Strand, an der Klippe, begrenzt von einem extravaganten Schmiss. Nein, es ist mehr. Und dann…..ein langes Stöhnen und ein Erzittern, zur Unzeit, kurz.

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Der Weg nach Europa

Kommuniqué der Komission Sexta der EZLN, Mexiko 10. April 2021

An die Personen, Gruppen, Kollektive, Organisationen, Bewegungen, Koordinierungskreise und Pueblos originarios (1) in Europa, die unseren Besuch erwarten:
An die Sexta Nacional und Internacional:
An die Netzwerke des Widerstands und der Rebellion:
An den Congreso Nacional Indígena:
An die Pueblos der Welt:

Geschwister und Compañer@s,

An diesem 10. April 2021 haben sich im »Saatfeld Comandanta Ramona« die Companer@s versammelt, die Teil der ersten Gruppe der Delegiert*innen unserer Überfahrt Für das Leben – Kapitel Europa bilden. Es handelt sich hierbei um die Delegation zur See.

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Don Durito de la Lacandona

Mi., 7.4. ab 19:00 kinoki mikrokino im depot: online

Lisl Ponger im Gespräch mit Tom Waibel über die Zapatistas und die Kunst der Dekolonialisierung

„Für die von oben setzt sich der Kalender aus der Vergangenheit zusammen“, sagt Don Durito in Lisl Pongers The Master Narrative… und fügt hinzu: Für die von unten ist der Kalender etwas, das noch kommt.“